Adrenalin und Geschichte an Ostsee und Atlantik - 2026: Tag 15-17 (DE: Hohwacht)

Ahoi zusammen,

die besten Filme sind in der Regel Dreiteiler und daher gibt es auch heute wieder drei Einträge im Logbuch.

Vorgestern: Flaute und Müßiggang
Flaute, im wahrsten Sinne des Wortes. Nur eine leichte Brise und verhältnismäßig warmes Wasser. Wir haben den Tag genutzt und waren am Strand, denn auch die Sonne hat sich nicht lumpen lassen und brachte reichlich Wärme mit sich. Schwimmen, einen Football hin und her werfen, lesen oder Musik hören - viel mehr Action sollte es heute nicht geben.

Ein unbekannter (oder mir nicht bekannter) Autor sagte einmal: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Form von Urlaub und Erholung. Für uns fühlte es sich jedenfalls nach genau der richtigen Art Müßiggang an.

Zur Erholung gehört aber auch gutes Essen, daher haben wir beides kombiniert und haben andere das Essen zubereiten lassen. Kurz, wir sind essen gegangen. Das Essen war sehr lecker, angefangen bei Rumpsteaks über Scholle und Fischteller bis hin zu den Desserts war alles richtig gut. Den Abend verbrachten wir dann wieder mit Quatschen, während die Kinder Mensch ärgere dich nicht oder Switch spielten. Ein Tag wie ruhige See: wenig Wellen, aber viel Zeit zum Durchatmen.

Gestern: Hausputz, Radtour und Kunst am Himmel

Gestern haben wir nach dem Frühstück erst einmal Hausputz gemacht. Deck schrubben und Ordnung schaffen stand auf dem Plan. Nina und Olli sind danach zum Gut Immenhof gefahren, Drehort der bekannten Filmreihe und waren anschließend einkaufen.

Ich habe mich in der Zeit aufs Fahrrad gesetzt und habe eine Runde gedreht. Hörbuch an und los geht’s. Das Schöne an der Ostsee ist, dass sie im Vergleich zur Nordsee sehr abwechslungsreich ist. Neben tollen Küstenradwegen auf dem flachen Land, gibt es auch hügeligen Landschaften (ja, meine App meinte, ich hätte bei einem Anstieg von 300m einen „Berg“ erklommen) gibt es auch Wälder und Felder. 30 Kilometer hatte ich angepeilt und eineinhalb Stunden dafür vorgesehen, aber letztendlich sind es fast 40 Kilometer und knapp zwei Stunden geworden. Besonders beeindruckend war neben dem obligatorischen Leuchtturm an der Küste, das Gut Panker. Vorgestellt hatte ich mir etwas wie das Hofgut Oberfeld in Darmstadt, letztendlich ist es aber fast eine eigene kleine Stadt. Neben einer großen Kapelle und dem schlossähnlichen Hauptgebäude gibt es diverse Ställe und Nebengebäude. Das Gestüt scheint auch internationale Bekanntheit zu haben. So kann man sich verschätzen, wenn man keine Ahnung hat.

Die Kids haben den Tag über gechillt. Pünktlich zum Abendessen wurden sie aber wieder aktiv, denn als der Grill angeworfen wurde, war die ganze Crew wieder versammelt.

Nach dem Essen sind die Kids und ich dann noch einmal an den Strand. Es war absolut windstill und die Ostsee so glatt, dass sie am Horizont scheinbar mit dem Himmel verschmolzen ist. Für Seefahrer früher ein unangenehmes Ereignis, für uns ein beeindruckendes Bild. Einzig die Segel der kleinen Jollen in der Ferne haben erahnen lassen, wo sich Meer und Himmel trennen. Die Kinder waren damit beschäftigt, Fotos am Strand zu machen und ich habe den Sonnenuntergang auf der Hohwachter Flunder (quasi ein …) genossen. Ein Schiff konnte ich mit dem Fernglas zwar nicht entdecken, dafür aber unglaubliche Farben, die an den Horizont gezeichnet wurden. Ein Abend, wie gemalt in der Logbuch-Seite „ruhige See“.

Heute: Noch einmal Flaute

Auch über den heutigen Tag gibt es nicht allzu viel zu erzählen, manchmal schreibt sich ein Logbuch eben mit wenigen Zeilen. Nach einem ausgiebigen Frühstück, diesmal war Lara sogar vor mir wach, haben wir die Sonne und die Flaute für einen erneuten Strandtag genutzt. Nichts ist entspannender als das Rauschen des Meeres, wenn die Brandung auf den Strand schlägt und man weiß, dass das eigene „Schiff“ sicher im Hafen liegt. Gleich wird gegrillt und dann neigt sich auch dieser Tag dem Ende entgegen und weil es heute wieder weniger Text war, gibt es dafür ein paar Fotos mehr. In diesem Sinne wünsche ich euch schon jetzt eine gute Nacht.

„Nicht jeder Tag auf See ist ein Abenteuer, doch gerade in der Flaute merkt man, wie gut es tut, wenn die Seele endlich mit dem Schiff zur Ruhe kommt.“

 

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