Adrenalin und Geschichte an Ostsee und Atlantik - 2026: Tag 10+11 (DE: Hohwacht)

Ahoi zusammen,

gestern war ein Tag mit Regen und einer Sommerpause, eher Nordsee-Herbst-Feeling als Ostsee-Postkartenwetter. Einige von uns haben Mario Kart gespielt, auf diesen Strecken scheint wenigsten immer wieder die Sonne, ein entspannter Vormittag an Bord. Später sind wir am Strand entlang nach Alt-Hohwacht spaziert und haben Minigolf gespielt. Gewonnen hat der Jüngste unter uns, gut im Training durch gelegentliches Spielen zuhause mit Oma und Opa. Erfahrung schlägt hier ganz klar Körpergröße.

Abends haben wir den Grill angeworfen und Burger selbst gemacht. Als die Mehrheit der Crew schon in der Koje lag, habe ich mir noch die Sauna eingeschaltet und die Wärme genossen, ein bisschen Wellness auf hoher Reise, während draußen der Regen weiter aufs Deck prasselte.

Heute folgte der nächste Tag mit Regen. Es war zudem kühl, also haben wir Kurs Richtung Hamburg gesetzt und die Holstentherme angesteuert. Vorher stand die Frage im Raum, ob eine Vier-Stunden-Karte reicht – am Ende waren wir sieben Stunden drin. Die Holstentherme ist wirklich schön gestaltet, abwechslungsreich und groß genug, dass sich die Menschenmengen gut verteilen. Rutschen, Whirlpools, Rausschwimmbecken, Sportbecken, Solebecken und Strudel – für jeden an Bord war etwas dabei. Die Saunalandschaft soll ebenfalls super sein, aber die haben wir diesmal nicht gebraucht, Wasser war unser Element.

Ein kleines Manko gab es dann doch: Der Poolbecher, den man braucht, um den Cocktail mit auf die Liege im Wasser nehmen zu dürfen, hat kein Pfand von 3,80 Euro – man kauft ihn. Wir haben das erst später festgestellt, sonst hätten wir auf den Bänken am Rand, statt im Pool getrunken. Na ja, jetzt haben wir eine Erinnerung an diesen Hafenaufenthalt im Gepäck.

Abends gab es Resteessen und dazu das WM-Spiel Spanien gegen Portugal im TV, Fußball im trockenen Hafen, während draußen weiter Regen und Wind das Wetter bestimmten.

Laut Vorhersage steht morgen noch einmal ein Regentag an, aber danach sollen die Temperaturen steigen und die Sonne wieder herauskommen. Die Flaute und der Gegenwind bleiben also nicht ewig, der Kurs geht wieder Richtung Sommer.

Zum Abschluss dieses Regen-und-Therme-Tages verabschiede ich mich mit einem Zitat, das dazu passt:

„Manchmal ist es nicht der Sonnenschein, der eine Reise besonders macht, sondern die Häfen, in denen man bei Sturm Zuflucht findet.“

 

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