Adrenalin und Geschichte an Ostsee und Atlantik - 2026: Tag 04 (DE: Bergen)

Ahoi zusammen,

einen Adrenalinjunkie, den habe ich mit an Bord. Was hat er sich auf diesen Ausflug gefreut. Als wir das letzte Mal im Heidepark Soltau waren, durfte Leon fast keine Achterbahnen fahren. Diesmal durfte er alles fahren. Von der Holzachterbahn Colossos über den Flug der Dämonen bis hin zu Desert Race, wo man mit 4G auf einem Elektrokatapult in die erste Kurve geschossen wird, es war ein Heidenspaß im Heidepark.  

Der Park war zudem angenehm leer. Ein Vorteil, wenn Hessen so früh Ferien hat: Die Schulklassen kamen alle etwas später und gingen etwa eine Stunde früher. So konnten wir antizyklisch durch den Park gehen und hatten Wartezeiten zwischen 5 und 35 Minuten, mehr nicht.

In einer der Achterbahnen saß Leon neben mir, vor uns zwei Mädels, hinter uns ein Mann, alle schrien wie am Spieß nur unser Adrenalinjunkie neben mir brüllte begeistert gegen den Fahrtwind und das Rattern der Bahn an: „Man, ist das geil, ich habe meinen neuen Favoriten!“ Spätestens da war klar, dass unser Adrenalinjunkie seinen Hafen gefunden hatte.

Und dass es Wasserattraktionen gibt, Wildwasserrafting, Wildwasserbahn oder mit dem Boot über einen See fahren und sich gegenseitig mit Wasserkanonen abschießen, ist schon cool, vor allem bei diesem Wetter, denn das hat optimal mitgespielt. Der Tag war einfach super.

Abends sind wir dann weiter nach Bergen, auf einen Stellplatz mitten in der Stadt, am Rand eines kleinen Parks. Dort haben wir per Lieferdienst eine Pizza bestellt und das „Spiel der D5“ des örtlichen Amateurvereins gesehen – ach ne, sorry, mein Fehler: Es war das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft. So viele verdribbelte Bälle, Ideenlosigkeit im Offensivspiel und Angst davor, Verantwortung zu übernehmen, habe ich schon lange nicht mehr irgendwo gesehen.

Damit endet dann das Kapitel WM 2026 und auch dieser Blogbeitrag. Morgen werde ich zwei Tage in einem Beitrag zusammenfassen, dann ist der Blog wieder auf dem aktuellen Stand. Bis dahin verabschiede ich mich von euch mit einem passenden Zitat aus der Seefahrt:

„Nur wer sich in die hohen Wellen wagt, findet das Gefühl wahrer Freiheit.“

 

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